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Thema Immobilienfinanzierungen

Das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen ist heiß umkämpft. Auf dem Markt tummeln sich nicht nur die eigentlichen Darlehensgeber wie Banken und Sparkassen, sondern ein immer größer werdende Zahl von mehr oder weniger unabhängigen Vermittlern. Da den Überblick zu behalten ist auch für Profis nicht so ganz einfach. Wir möchten Ihnen hier einen groben Überblick verschaffen, wer in diesem Geschäftsbereich tätig ist und welche Arbeitsweisen vorherrschen.

Geschäftsbanken und Sparkassen

Sparkassen und Geschäftsbanken (zu denen auch die zahlreichen Genossenschaftsbanken gehören) bieten ihren Kunden in der Regel nur hauseigene Produkte an. Die hauseigenen Darlehen werden dann gerne auch mit Produkten von Verbundpartnern kombiniert (z.B. Bausparen).

Die Genossenschaftsbanken vermitteln Immobilienfinanzierungen zudem vor allem an Verbundunternehmen (siehe beispielsweise an die WL-Bank, Münchener Hypothekenbank oder R+V). Vermittelt werden vor allem die Produkte, die die Banken selbst nicht abdecken können (beispielsweise Zinsbindungen von mehr als 10 bzw. 15 Jahren).

Die Commerzbank AG hat angekündigt, als erste überregionale Großbank in das Geschäft mit der Darlehensvermittlung einzusteigen. Dabei wird die Commerzbank AG auf den Baufinanzierungspool der Interhyp AG zurückgreifen (siehe unten).

Direktbanken

Die in Deutschland tätigen reinen Direktbanken sind in der Regel Tochterunternehmen von Geschäftsbanken oder Sparkassen (siehe beispielsweise 1822direkt oder comdirect). Während “die Mütter” wie oben beschrieben vor allem hauseigenen Produkte verkaufen, betätigen sich die Töchter zunehmend als reine Vermittler (auf Provisionsbasis). Dabei bedienen sie sich der in Deutschland tätigen Vermittlungspools, an denen sie wiederum teilweise direkt oder indirekt beteiligt sind.

Einige Direktbanken gehen so weit, dass sie selbst überhaupt keine Finanzierungen mehr anbieten/abwickeln, sondern mit einer der großen Vermittlungsgesellschaften zusammenarbeiten, die dann stellvertretend für die Banken tätig wird.

Bausparkassen

Bei den Mitarbeitern von Bausparkassen handelt es sich vor allem um “freie Handelsvertreter”, die zwar theoretisch ausschließlich an die Bausparkassen gebunden sind, aber in der Praxis Immobilienfinanzierungen auch anderweitig vermitteln. Dies betrifft insbesondere die Fälle, in denen Finanzierungen “mit Hausmitteln” nicht möglich sind. Bausparkassen und/oder deren Vertriebsmitarbeiter bedienen sich dabei vor allem auch der großen Finanzierungspools.

Freie Vermittler

In Deutschland gibt es unzählige “freie oder unabhängige Baufinanzierungsvermittler”. Die meisten davon arbeiten mit verschiedenen Banken und Sparkassen zusammen. Vielfach nutzen die freien Vermittler auch die Angebote verschiedener Baufinanzierungspools. Wie frei und unabhängig ein solcher Vermittler ist, ist für den Laien nicht erkennbar. Einige der großen Anbieter gehören ganz oder teilweise zu bestimmten Banken bzw. Finanzkonzernen (siehe beispielsweise Interhyp, die sich im Eigentum der ING-Gruppe befindet).

Finanzierungspools

In Deutschland gibt es dutzende von kleineren und größeren Finanzierungspools, die nicht nur selbst Immobilienfinanzierungen an Endkunden vermitteln, sondern auch anderen Vermittlern offen stehen. Die größten und bekanntesten Pools sind Prohyp (Interhyp AG) und Qualitypool/Starpool (Dr. Klein). Viele kleinere Pools wiederum sind “Pool im Pool”.

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