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Thema: Verbraucherkredite

Im Internet wimmelt es nur so von Angeboten für Verbraucherkredite. Nicht nur die bekannten Banken, sondern auch zahlreiche Vergleichsrechner buhlen hier um die Gunst potentieller Kunden.

Aber was ist eigentlich dran an den vielen supergünstigen Angeboten?

Um es vorweg zu nehmen: nicht gerade viel! Wer sich die Mühe macht, tatsächlich konkrete Angebote einzuholen, wird schnell feststellen, dass in diesem Bereich vieles mehr Schein als Sein ist und sich viele “supergünstige” Angebote letztlich als recht teuer erweisen.

Falle 1: der Zinssatz

In der Werbung steht in Großbuchstaben ein wirklich günstiger Zinssatz. Das Problem ist oft aber das -sehr klein geschriebene- Wörtchen “ab”. Denn die günstigen Zinssätze gelten meist nur für Kredite mit einer Gesamtlaufzeit von 12-24 Monaten. Mit entsprechend hohen (Tilgungs-)Raten. Ausserdem wird oft mit den Nominalzinssätzen geworben. Der Effektivzins findet sich dann oft genug nur im Kleingedruckten. Und selbst dieser “Effektivzins gem. PAngV” (Preisangabenverordnung) ist meist auch nur die halbe Wahrheit, denn durch die Kosten für die oft obligatorische Restschuldversicherung, liegen die tatsächlichen Kreditkosten meistens wesentlich höher.

Falle 2: die Voraussetzungen

Banken knüpfen die Zinskonditionen meistens an die individuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Kunden (= bonitätsabhängig).  Aber auch das sog. “Schufa-Scoring” spielt eine Rolle. Je besser dieses Scoring, desto besser die Konditionen - und umgekehrt. In der Werbung geht man natürlich immer vom besten Wert aus. Wer den wohl in der Praxis tatsächlich erreicht? Tatsache ist, dass sich die günstigen Zinsen gem. Werbung damit schon deutlich relativieren.

Falle 3: die Restschuldversicherung

Fast alle Banken knüpfen die Vergabe von Krediten an den Abschluss einer Restschuldversicherung. Dabei handelt es sich technisch gesehen um nichts anderes als eine Risikolebensversicherung mit Einmalbeitrag, der natürlich mitfinanziert wird. Dieser Einmalbeitrag hat es allerdings in sich, denn die von den Banken angebotenen Versicherungen sind alles andere als ein Schnäppchen. Und: die Kosten für diese Restschuldversicherung müssen nicht in den Effektivzins gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) hineingerechnet werden. Unter Berücksichtigung der Restschuldversicherung liegt der tatsächliche Effektivzins vieler Angebote oft weit über 20%!

Übrigens: bei den günstigen Anbietern von Ratenkrediten verzichtet z.B. die ING-DiBa und die GE Money Bank auf den Abschluss einer Restschuldversicherung bzw. weisen klar darauf hin, dass der Abschluss einer solchen Versicherung freiwillig ist und keinen Einfluss auf die Kreditvergabe hat.

Tipp:

  • fallen Sie nicht auf die Werbung in den Medien herein, sondern holen Sie erst echte und individuelle Angebote von verschiedenen Anbietern ein und vergleichen diese dann miteinander
  • berücksichtigen Sie bei den Angeboten vor allem auch die Kosten für die Restschuldversicherung, denn die Beiträge dafür weichen bei den Anbietern erheblich voneinander ab und verteuern den gesamten Kredit sehr deutlich!

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