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Kreditkarten in Deutschland

Die meisten Kreditkarten, die in Deutschland im Umlauf sind, sind eigentlich gar keine echten Kreditkarten, sondern nur sog. Charge-Cards.

Der Unterschied zwischen den Kreditkartenarten besteht darin, dass bei einer echten Kreditkarte ein eigenständiger Kredit von dem Kreditkartenunternehmen eingeräumt wird (Revolving-Card). Bei diesen Kreditkarten bestimmt dann der Kunde, wie er den monatlichen Rechnungsbetrag zurückzahlt: in einer Summe oder monatlichen Raten von z.B. 10% des Rechnungsbetrages.

Bei den Charge-Cards, die von den Banken herausgegeben werden (z.B. Visa- oder Mastercards), werden die monatlichen Umsätze in einer Summe dem Girokonto belastet. Der Kreditrahmen bei dieser Art von Kreditkarte ist dann meistens abhängig von dem Kreditrahmen des Girokontos.

In anderen Ländern wie beispielsweise den USA sind die echten Kreditkarten üblich, denn dort können Bankkunden ihre Girokonten -wie in Deutschland üblich- normalerweise nicht “überziehen”.

Wer ohnehin nicht mehr Geld ausgeben will als er auf dem Girokonto verfügbar hat, fährt mit der üblichen Charge-Card nicht schlechter als mit einer klassischen Kreditkarte. Die lohnt sich vor allem bei größeren Anschaffungen, die dann in Raten entsprechend abgestottert werden sollen (weil z.B. der eigentliche Verfügungsrahmen auf dem Girokonto (“Dispo”) nicht ausreicht.

Neuerdings werden vor allem im Internet auch sog. “Pre-Paid-Kreditkarten” angeboten, die meist von Banken in Estland, Lettland usw. ausgegeben werden. Beworben werden Sie dann meist als “Kreditkarte ohne Schufa”. Bei diesen Angeboten ist Vorsicht angesagt, denn die Gebühren sind oft recht happig und in einschlägigen Internetforen finden sich immer wieder Klagen, dass Überweisungen auf das Kreditkartenkonto nicht ordnungsgemäß verbucht wurden.

Neue Bezahltechnik mit gravierenden Sicherheitslücken?!

In Zukunft soll man an der Kasse im Supermarkt Beträge bis 20 Euro in sekundenschnelle zahlen können. Möglich wird dies durch die NFC-Technik (Near Field Communication). Kasse und Kreditkarte kommunizieren per Funk. Nie mehr auf den Vordermann an der Kasse warten bis der seine Kreditkarte und Geheimnummer im Terminal eingegeben hat? Schöne neue Welt, die nur leider einen Haken hat: die Technik könnte zum neuen Liebling von Kreditkartenbetrügern werden.

Das ARD-Magazin “Report” hat in der Sendung vom 05.06.2012 eindrucksvoll demonstriert, dass man die Kreditkartendaten mittels einfacher “Bordtechnik” und selbst gebastelter Smartphone-App auslesen und für das hemmungslose Einkaufen im Internet verwenden kann.

Das Problem liegt allerdings eher darin, dass Onlineshops o.ä. die Sicherheitsprüfung bei Kreditkartezahlungen vernachlässigen. Zwar lassen sich die Daten der Kreditkarte per Funk ausspähen, allerdings nicht der dreistellige Sicherheitscode der Karte. Nur wird der von vielen Onlineshops überhaupt nicht abgefragt.

Abhilfe könnte auch eine Verschlüsselung der Daten schaffen. Nur ist das für die Kreditkartenherausgeber mit zusätzlichen Kosten verbunden. Und das wiederum bedeutet, dass es die Verschlüsselung erst dann geben wird, wenn die Schäden durch Mißbrauch zu hoch werden.

Man kann seine Kreditkarte angeblich auch dadurch schützen, dass man sie in Alufolie einwickelt. Schöne neue Einkaufswelt, wenn der Vordermann an der Kasse beim Bezahlen erst einmal seine Kreditkarte pausenbrotartig auspacken muß.

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