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Wie funktioniert das Onlinebanking bei einem Girokonto?

Onlinebanking ist mittlerweile für viele eine absolute Selbstverständlichkeit. Angesichts von Berichte über geprellte Kontoinhaber, die auf sog. “Phishing-E-Mails” hereingefallen sind, sollte man schon darüber nachdenken, wie sicher das Online-Banking bei den Banken ist.

Neben den verschiedenen Verfahren für das Onlinebanking sind auch die von einem Kunden dabei zu erfüllenden Sorgfaltspflichten wichtig. Wenn Banken Anforderungen stellen, die nur von absoluten Technik-Freaks zu erfüllen sind, ist Vorsicht angesagt.

Die verschiedenen Verfahren beim Online-Banking

1. Pin-Tan-Verfahren

Als Kunde müssen Sie sich mit der persönlichen Identifikationsnummer (Pin) legitimieren und jeden Auftrag mit einer Transaktionsnummer (Tan) bestätigen. Dazu erhalten Sie von der Bank eine Liste mit Tan- Nummern. Bei diesen Tan-Nummern wird nicht nach der Art der Transaktion unterschieden (z.B. zwischen Überweisungen und allgemeinen Aufträgen).

Dieses Verfahren ist technisch überholt und gilt als sehr unsicher, da Betrüger mit ausspionierten Tan-Nummern das Konto leerräumen können. Aus diesem Grund schaffen eigentlich alle Banken und Sparkassen derzeit das PIN-Tan-Verfahren ab und stellen auf das HBCI- oder m-Tan-Verfahren um.

2. HBCI-Verfahren

Das HBCI-Verfahren (Home Banking Computer Interface) gilt derzeit als das sicherste System für Onlinebanking. Bei diesem Verfahren benötigen Sie eine Chipkarte der Bank, eine entsprechende Software auf dem Rechner und ein Kartenlesegerät. Dieses Lesegerät sollte eine eigene Tastatur haben (sieht dann aus als hätten sie einen Geldautomaten an Ihrem Rechner).

Da Transaktionen, z.B. Überweisungen, nur noch von Ihrem Rechner inkl. Chipkarte möglich sind, haben Phishing- und Pharming-Betrüber keine Chance. Nachteil: Sie können Ihre Bankgeschäfte eben nur noch von einem Rechner aus erledigen, der ein solches Kartenlesegerät hat.

3. iTan-Verfahren

Dieses Verfahren funktioniert wie das einfache Pin-Tan-Verfahren. Unterschied: man arbeitet die Tan-Nummern nicht der Reihenfolge nach ab, sondern bekommt bei jeder Transaktion nach dem Zufallsprinzip eine Tan-Nummer zugewiesen.

Einfache Phishing-Aktionen funktionieren nicht. Bekommt ein Betrüger aber mehrere Tan-Nummern in die Finger, kann er zufällig die richtige Tan-Nummer erwischen. Betrug mittels Trojanern oder sog. Pharming ist aber möglich.

4. eTan-Verfahren

Bei diesem Verfahren bekommen Sie statt einer Liste mit Tan-Nummern ein kleines Gerät, das bei jeder Transaktion eine eigene Tan-Nummer erzeugt.

Einfache Phishing-Aktionen funktionieren nicht. Betrug mittels Trojanern oder sog. Pharming ist  möglich. Wer auch von unterwegs Onlinebanking nutzen will, wird es wahrscheinlich lästig finden, das entsprechende Gerät dabei haben zu müssen.

5. eTan-Plus-Verfahren

Bei diesem Verfahren funktioniert das Gerät, das die Tan-Nummer erzeugt, nur mit der entsprechenden Kundenkarte der Bank und unabhängig vom Computer.

Bei diesem Verfahren ist Betrug mittels Phishing, Pharming oder Trojanern ausgeschlossen. Nachteil wie beim eTan-Verfahren: das Gerät zur Erzeugung der Tan-Nummern muss man dabei haben.

6. mTan-Verfahren

Dabei wird die Tan-Nummer von der Bank auf Ihr Handy gesendet. Diese Tan wird in dem Moment erzeugt, in dem Sie beispielsweise eine Überweisung eingegeben haben. Die dann erzeugte Tan- Nummer, die an Ihr Handy geschickt wird, gilt dann nur für diese eine Überweisung. Daher ist dieses Verfahren ebenfalls sicher.

Bei einigen Banken kann bei jeder Transaktion gewählt werden, ob man dieses Verfahren nutzen will. Das bietet sich an, wenn Sie sonst z.B. das eTan-Verfahren nutzen, aber gerade das Gerät zur Erzeugung der Tan nicht dabei haben.

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